Psychische Erkrankungen im Umfeld

Wie gehe ich damit um?

In dem Blog „Locating Your Soul“ “ beschäftigen sich junge Menschen mit Themen rund um die mentale Gesundheit. Adressiert sind nicht nur Betroffene, sondern auch Angehörige und Freunde. Jana vom Blog „Locating your Soul“ war bei couchFM zu Gast.


CouchFM Logo der Sendungsreihe "Gesprächsstoff". Ikonischer Fernsehturm vor Skyline in Mint und Grau.

GESPRÄCHSTOFF

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Über psychische Erkrankungen zu sprechen ist nicht leicht. Der Blog „Locating Your Soul“ macht es daher erst recht. Denn es gibt noch immer sehr viele Stigmata. Adressiert werden insbesondere auch Angehörige, denn sie werden im Umgang mit psychischen Erkrankungen oft vergessen.

Auch Jana vom Blog hat sich durch eine psychische Erkrankung im Umfeld mehr mit dem Thema mentale Gesundheit beschäftigt und ist so zur Redaktion gekommen. Sie hat sich als Angehörige oft ausgeschlossen gefühlt, daher auch wenig davon verstanden, was so los war. Doch auch sie hätte sich gerne Hilfe im Umgang gewünscht. Schuld daran ist ihrer Meinung nach, dass es in der Gesellschaft noch immer sehr stigmatisiert ist und Betroffene sich daher oft nicht trauen, mit anderen darüber zu sprechen.

 

Wie gehe ich mit psychischen Erkrankungen im Umfeld um?

 

Auch wenn es nicht den einen richtigen Weg gibt, mit psychischen Erkrankungen im Umfeld umzugehen, hat Jana einen Tipp, der leider oft vergessen wird: Auch wenn man helfen möchte: Es ist wichtig, auf seine eigenen Grenzen zu achten. Wut, Überforderung und Frust sind legitime Gefühle, doch man muss einen Umgang damit finden. Und es ist absolut okay „Nein“ zu sagen…denn es kann sehr schnell auch die eigene Psyche belasten. Dafür gibt es professionelle Hilfe – sowohl für die Erkrankten selbst als auch für Angehörige.

Jana empfiehlt, sich auch als Angehörige zu trauen, eine Beratung aufzusuchen, wenn es einem zu viel wird. Neben Unis bietet beispielsweise auch der BApK, der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V., Beratungen für Angehörige an. Aber man muss auch Geduld haben. Wenn jemand bereits in Therapie ist, dauert es, bis Veränderungen sichtbar werden. Daher muss man als Angehörige oder Freunde geduldig und optimistisch bleiben, so schwer das auch sein mag. 

Sehr wertvoll kann auch der Austausch mit anderen sein, die Ähnliches erfahren. Genau das versucht der Blog: Verständnis für Betroffene schaffen, aber auch Angehörigen das Gefühl geben, verstanden zu werden.

 

Weiterführende Links

Den Blog „Locating Your Soul“ findet ihr im Internet und auf Instagram. Zum Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V. geht es hier.


Autorin:

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Kaja