
Für Grateful Cat kann alles eine Inspiration für neue Songs sein: vom Beinahe-Überfahren-Werden durch den Liefermenschen auf dem E-Bike, über die Begegnung mit einer Horde Junggesellinnenabschiede, einem Hund, der aus der Hundeschule fliegt, bis hin zu den gemeinen Vögeln, die morgens viel zu laut singen und einen wecken, oder dem Feststecken in einer sich quälend langsam bewegenden Menschenmenge.
Untermalt von einem träumerischen Indie-Folk-Sound, der manchmal an Pop-Rock-Bands der 60er-Jahre erinnert, lädt das Berliner Duo zum Mitfühlen, Mitlachen, Mitsingen oder Mittanzen ein – oft alles zusammen.
Grateful Cat – nicht zu verwechseln mit Grateful Dead – das sind die beiden Freunde Franky Fuzz und Gwendolyn Tägert. Kennengelernt haben sich die beiden über gemeinsame Freunde – die Band entstand an Frankys Küchentisch beim Weintrinken und (musikalische) Ideenaustauschen. Bei Grateful Cat entsteht jeder Song in enger Zusammenarbeit der beiden Mitglieder – nichts passiert im Alleingang. Aufgenommen wird in derselben Küche, in der die Songs entstehen: Dann werden die Wände mit Pullis verhängt, und los geht’s. Eine echte Two-Person-Show also – von der Idee bis zur Aufführung.
Während sie mit mir im Studio sitzen und ihre eigenen Songs hören, verfallen die beiden manchmal in musikalisches Fachsimpeln: Diesen einen Sound finden sie gut – den wollen sie noch einmal in einem neuen Song verwenden – und hier, ja, hier sind die Vocals schön. Dabei wippen sie im Takt mit und singen manchmal eine zweite Stimme dazu. Man merkt sofort: Sie lieben Musik und die Arbeit als Duo.
Bei all den witzigen Alltagsthemen scheuen sie sich jedoch nicht, auch hier und da aktuelle Themen aufzugreifen. Mit ihrem Song Don’t Spread the Hate setzen sie ein Zeichen gegen Hass in der Gesellschaft, und mit Summer’s Gone, It’s Over besingen sie die schwindende Demokratie.
Egal ob ernst oder lustig – die Lieder, die Grateful Cat auf ihren beiden Alben präsentieren, hinterlassen mit ihren Melodien und Texten immer ein Lächeln im Gesicht.
Im Interview mit CouchFM-Reporterin Caro verraten Grateful Cat, wie sie auf die Ideen für ihre Songs kommen, warum sie lieber nicht noch einen Love-Song schreiben und welcher Song den Titel ihres zweiten Albums inspiriert hat.
Wer Grateful Cat live erleben möchte, kann das im Rahmen der British Shorts am 23. Januar 2026 im Sputnik Kino am Südstern.
Das Interview gibt es auf SoundCloud zum Nachhören. Die Songs, die die Band mitgebracht hat, findet ihr in dieser Playlist, die mit dem Beitrag verlinkt ist.
Autorin: Caro

